Was wir können

Unser Leistungsspektrum

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Digitale strahlenreduzierte Radiographie

Für die Diagnostik haben wir uns schon zu Zeiten der Praxisgründung für die zukunftsweisende Technik der digitalen Radiographie entschieden, die durch den feinen Röntgensensor die Strahlenbelastung im Vergleich zum konventionellen Röntgen um bis zu 70 % reduziert. Es wird keine Chemie zur Entwicklung der Aufnahmen benötigt, die aufwendig entsorgt werden muss, und die Bilder stehen in einer hohen Qualität sofort auf dem Bildschirm zur Verfügung, so dass längere Wartezeiten entfallen.

Zudem können wir digitale Röntgenaufnahmen unseren Fachkollegen zur Verfügung stellen, um unnötige Doppeldiagnostik zu vermeiden.

Neben der kieferorthopädischen Diagnostik dient unser Gerät auch zur Kiefergelenks-
und ggf. Kieferhöhlendiagnostik.

Frühbehandlung

Die Frühbehandlung führt zur Normalisierung der Gebissentwicklung in der ersten Wechselgebissphase (Wechsel der Milchzahnfrontzähne zu den bleibenden Frontzähnen) bei frontalen und lateralen Kreuzbissen, bei offenen Bissen, durch falsche Gewohnheiten sowie bei Fehlentwicklungen des progenen Formenkreises (Vorbiss des Unterkiefers).
Sie wird üblicherweise zwischen dem 8. und 10. Lebensjahr im Sinne einer Kurzbehandlung durchgeführt, so dass die Dauer der Kurzbehandlung 4 bis 6 Quartale nicht übersteigt und den Patienten nicht die Motivation für die später stattfindende kieferorthopädische Hauptbehandlung nimmt.

Bionatortherapie

Aus dem klassischen, eher wuchtigen Aktivator abgeleitet, haben wir selbst eine vergleichsweise grazile Zahnspange zur Wachstumsförderung des Unterkiefers nach vorn
und somit zur Normalisierung der Beziehung von Ober- und Unterkiefer während der zweiten (seitlichen) Wechselgebissphase entwickelt, welche damit deutlich angenehmer zu tragen ist. Das Wort setzt sich aus „biologische Kräfte“ und „Gnathos“ (griechisch: Kiefer) zusammen.

Der Beginn liegt zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr abhängig vom Einsetzen der seitlichen Wechselgebissphase, da zu diesem Zeitpunkt das meiste Kieferwachstum vorliegt. Die Korrektur eines Rückbisses des Unterkiefers unabhängig der Ausprägung dauert nur ca. 9 bis 12 Monate.

Dieses herausnehmbare Gerät benötigt für eine erfolgreiche Therapie eine gute und disziplinierte Mitarbeit, um die tägliche/nächtliche Tragezeit von ca. 18 Stunden zu erreichen.

Leicht-Bogen-Technik (Light-Wire-Technik)

Sehr kleine, nur zweiflügelige Brackets und dünne, nicht den Bracketschlitz ausfüllende Bögen stehen für unsere Praxisphilosophie und erlauben sehr schnelle Zahnbewegungen mit extrem geringen Kräften. Geringe Kräfte beschleunigen die Zahnbewegung, hohe Kräfte bremsen die Zahnbewegung und führen häufig zu Wurzelresorptionen (Abbau der Zahnwurzel und Verlust von Stützgewebe).

Ästhetische Brackets

Die Light-Wire-Technik mit Tip-Edge-Plus-Brackets kann auch alternativ zu unseren kleinen Metallbrackets mit zahnfarbenen Tip-Edge-Plus-Brackets in Keramik durchgeführt werden.

Diese Brackets sind monokristallin und nehmen, ähnlich wie ein Chamäleon in der Natur, die umgebende Zahnfarbe an und sind somit neben ihrer kleinen Ausmaße kaum sichtbar.

Innenliegende Brackets
„Incognito“/ Lingualtechnik von „Lingua (lateinisch: Zunge)“

Durch Anbringung auf der Innenseite der Zähne, mit in diesem Falle sehr kleinen, flachen und für jeden Patienten individuell hergestellten Brackets, ist eine nahezu unsichtbare, festsitzende Apparatur möglich. Durch die flachen Brackets kommt es zu einer erstaunlich guten Gewöhnung an die Apparatur und zu weniger störenden Reizen für Zunge und Sprache.

Es sind alle Formen der Zahnbewegung auch mit lingualen Brackets ohne Einschränkung möglich.

Herbst-Apparatur

Anstelle von Zahnextraktionen oder kieferchirurgischen Bisslagekorrekturen verwenden wir nach Abschluss des Zahnwechsels und damit Beendigung des Kieferwachstums wachstumsunabhängig, also auch im Erwachsenenalter, die Herbst-Apparatur, die wir nach nun unzähligen Fällen signifikant weiterentwickelt haben.

Hinsichtlich Tragekomfort und Bewegungsspielraum steht die Herbst-Apparatur, so wie sie bei uns modifiziert wurde, keiner anderen Therapieform nach. Es kommt zu einer Vorverlagerung des Unterkiefers und einer rückwärts gerichteten Zahnbewegung der Oberkieferseitenzähne.

Damit wird ein großer Überbiss oder ein Platzmangel im Oberkiefer durch nach vorn gewanderte Seitenzähne korrigiert, wobei beide Kiefer sich an der Korrektur der Fehlbildung beteiligen, was für die Stabilität des Behandlungsergebnisses von großer Bedeutung ist.

Pendulum-Apparatur

Stellen wir fest, dass, bedingt durch Aufwanderung der Seitenzähne nach vorn bei korrekter Lage des Unterkiefers, ein Platzmangel im Oberkiefer vorliegt, der ohne Zahnentfernungen behoben werden soll, kommt bei uns die Pendulum-Apparatur zur Anwendung, die die Seitenzähne wieder nach hinten führen kann.

So können wir auf den unpopulären Außenbogen (Headgear) verzichten. Durch die Fixierung der Apparatur auf den Ankerzähnen mittels eines hochwertigen Kunststoffes für Zahnfüllungen wirkt das Gerät permanent und schafft den nötigen Platz in einer schnellen Zeit.

Kleberetainer

Zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses gliedern wir nach der Behandlung hinter den Frontzähnen/Eckzähnen innenliegende, dünne, geklebte Drähte ein, die idealerweise lebenslang verbleiben sollten.

Gerade im Unterkiefer sind geklebte Retainer für uns das Mittel der Wahl und durch eine herausnehmbare Alternative kaum zu ersetzen.

Erwachsenentherapie

Neben Einzelzahnkorrekturen, die unabhängig vom Alter lebenslang durchgeführt werden können, sind wir heute in der Lage, selbst bei Erwachsenen ohne Operationen und Zahnextraktionen korrekte Bissbeziehungen zu erreichen, ohne welche nur Kompromisse eingegangen werden müssten.

Durch die Herbst-Apparatur oder das Pendulum ist dies problemlos möglich. Durch zahnfarbene ästhetische Brackets oder auf der Innenseite der Zähne befestigte Lingualbrackets wird zudem dem Anspruchsdenken der erwachsenen Klientel Rechnung getragen.

Kiefergelenkdiagnostik und -therapie

Durch eine falsche Lage von Unter- zu Oberkiefer, durch Zwangsbisse, Knirschen oder Verlust von Zahnhartsubstanz kann es neben noch anderen Faktoren zu Fehlbelastungen und Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke kommen.

Unbehandelt verschlimmern sich die Probleme bis hin zur Bewegungseinschränkung und arthritischen Veränderungen der Kiefergelenksstrukturen. Mittels manueller und instrumenteller Verfahren wird das Problem erkannt und durch geeignete Kiefergelenksschienen Abhilfe geschaffen.

Begleitend zur Schienentherapie werden viele unserer Patienten physio- und manualtherapeutisch betreut.

Kombinierte Therapie

In extremen Fällen von Bissabweichungen, insbesondere beim Vorbiss des Unterkiefers (Progenie) und das Gesichtsprofil beeinträchtigende Fehlbildungen, reicht die konventionelle Kieferorthopädie nicht aus, ein für die Patienten funktionell und optisch zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.

In Zusammenarbeit mit erfahrenen Mund-, Kiefer- und Gesichts-Chirurgen kann auch in solchen Fällen Abhilfe geschafft werden. Nach Vorbereitung der Zahnbögen mittels festsitzender Apparaturen erfolgt die chirurgische Bisskorrektur durch Lageveränderung von Ober- und Unterkiefer in die korrekte Position.

Aligner-Therapie

Abweichungen kleineren bis mittleren Ausmaßes können mittels durchsichtiger Schienen, sogenannten Alignern, behoben werden, indem vom Ausgangszustand des Gebisses in kleinen Zwischenschritten die Idealstellung der Zähne erreicht wird.

Die Schienen sind transparent, herausnehmbar und sollten rund um die Uhr getragen werden, daher bietet sich dieses Verfahren insbesondere für Erwachsene mit moderaten Abweichungen an.

ganzheitliche Kieferorthopädie

Bei der ganzheitlich orientierten Kieferorthopädie wird über die Funktionskieferorthopädie Einfluss genommen auf die Mundraum- und Kieferentwicklung, auf die Wirbelsäule und den gesamten Halteapparat des Kopfes und des Nackens. Durch die verbesserte Kopfhaltung und Nasenatmung werden auch Kieferhöhlenprobleme, Polypen und Lymphstauungen im Kopf- und Nackenbereich günstig beeinflusst. Dies geschieht durch den Einsatz von speziellen funktionskieferorthopädischen Zahnspangen meist in Verbindung mit der Manuellen Strukturanalyse und dem Neurofeedback.

Neurofeedback

Im Neurofeedback schaut das Gehirn quasi in den Spiegel. Neurofeedback ist eine computergestützte Trainingsmethode. Speziell vorher ausgewählte Parameter der eigenen Gehirnaktivität, über die man in der Regel keine Wahrnehmung hat, werden dem Gehirn wahrnehmbar gemacht. Dafür bekommt das Gehirn über Monitor und Lautsprecher gespiegelt, was es gerade tut (Feedback). Der Patient schaut sich hierzu Bilder oder Filme über einen Monitor an. Die Spiegelung ist ein eher unbewusster Vorgang, der von den meisten Patienten als angenehm wahrgenommen wird.

Durch diese Rückmeldung lernen die Patienten durch unbewusstes Umstrukturieren von Automatismen im Gehirn, ihre Aktivität wieder selbst besser zu regulieren. Viele unbewussten Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster können auf Fehlregulierungen in der Gehirnaktivität zurückgeführt werden. Mit Neurofeedback lernt das Gehirn wieder, diese Fehlregulationen auszugleichen und seine gesunde Funktionsfähigkeit zu finden.

Manuelle Strukturanalyse der Kiefergelenke

Neben der konventionellen klinischen Funktionsanalyse des Kiefergelenkes hat sich die Manuelle Strukturanalyse nach Prof. Bumann in den letzten zwanzig Jahren als routinemäßig durchzuführende wissenschaftlich fundierte Methode in der Funktionsdiagnostik etabliert.

Latente Funktionsstörungen oder auch Verdachtsdiagnosen aus der klinischen Funktionsanalysewerden können mithilfe der Manuellen Strukturanalyse durch spezifische passive Tests erstmalig aufgedeckt oder weiter differenziert werden. Somit können zielgerichtet „Problemfälle“ vor der jeweiligen Behandlung herausgefiltert werden.

Die Kiefergelenke sind sehr speziell in ihrem Aufbau und ihrer Bewegungsart. Bei der Mundöffnung handelt es sich um eine anfängliche Drehbewegung, die dann in eine Gleitbewegung übergeht. Das Gelenkköpfchen verlässt bei der Öffnungsbewegung die Gelenkpfanne und gleitet quasi in aus ihr heraus, bleibt zugleich jedoch in der Gelenkkapsel.
Zusätzlich fungiert eine Zwischenknorpelscheibe, der sogenannte Diskus, als Puffer zwischen Gelenkköpfchen und Gelenkpfanne.